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Newsletter vom 15.12.2003, 12:52 Uhr

Trumpfkarte Digital

Aktuelle Prognos-Studie:

Die Digitalisierung bietet die größte Chance für die Medien- und
Kommunikationsbranche, verlautet aktuell das Beratungs- und
Forschungsinstitut Prognos.

Die zentrale Frage ist, welche Nebengeschäfte den Verlust in den
klassischen Werbemärkten kompensieren können. Die Telekom-Industrie hat
laut Prognos die Bedeutung der Digitalisierung als Innovationsmotor
weitaus klarer erkannt als die Medienwirtschaft. Die zweite Welle der
New Economy werde sich als tragfähiger erweisen als die erste.

Medienunternehmen setzten die Digitalisierung nur zu Beginn der
Wertschöpfungskette (Studio, Redaktionssysteme) ein, um die Effizienz
zu steigern. Die Verbreitung erfolge dann weiterhin analog.

Die nächsten Jahre werden laut Prognos von einem schleichenden
Strukturwandel geprägt sein. Medienunternehmen, die auf die
Digitalisierung der Inhalte setzten und diese der Öffentlichkeit ohne
Bruch anbieten, realisieren in Zukunft ein Wachstum.

Zeitungen hätten zwar bis auf weiteres eine dominierende Position auf
den Werbemärkten, seien aber auch am stärksten herausgefordert. Die
Antwort auf die Digitalisierung und den Verlust der jüngeren
Leserschaft könne nur im Internet erfolgen. Beim Fernsehen fehlten
trotz jüngerem Publikum die interaktiven Formate. Und das Radio drohe
als einziges Medium analog zu bleiben.

Die Online-Medien - naturgemäss bereits digitalisiert - könnten direkt
von der erwartbaren Erholung der Werbemärkte profitieren, hält Prognos
fest.

UNSER FAZIT: Der Digitaldruck wird im Schulterschluss mit Web- und
Online-Publishing eine stärkere Rolle einnehmen können, als bislang
angenommen. Die Voraussetzung: Die Medien- und Kommunikationswirtschaft
muss ihre Geschäftsmodelle rasch modernisieren.

Viele Grüße
Ihr
Andreas Weber
Sprecher DigitaldruckForum

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