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Newsletter vom 08.02.2004, 17:04 Uhr

Zukunft Digitaldruck

Die Onlne-Umfrage zu den Thesen von Nexpress-CEO und Präsident Venkat
Purushotham brachte ein eindeutiges Votum: Rund 96% unserer
DigitaldruckForum-Teilnehmer stimmten zu, dass die Zukunft des
Digitaldrucks in Hybrid-Anwendungen liegt, also der Mischung
traditioneller Druckverfahren wie z.B. Offset mit dem Digitaldruck.

Was heißt das für die Entwicklung der Druckbranche?

Hybrid-Anwendungen stellen für die klassische Druckindustrie sicher, an
vorhandenes Geschäftspotenzial anzuknüpfen, um neue
Auftragsproduktionen umzusetzen. Wie aber die jüngsten Beobachtungen
der Firmen- und Produktstrategien wie z.B. von Canon, HP, Kodak oder
Xerox zeigen, erreichen neue Digitaldrucksysteme Qualitäts- und
Leistungsstufen, die bei neuen Druckanwendungen außerhalb der
klassischen Druckbranche einen Rückgriff auf Offsetdrucktechnologie
nicht mehr unbedingt erforderlich machen:

* Gerade hat Xerox mit einer neuen Generation von
Schwarzweiß-Digitaldrucksystemen (DocuTech 100 bzw. 120), die auf der
Drupa Media Week Weltpremiere erlebten, die Leistungs- und
Kostendimensionen des Kleinoffsetdrucks weit hinter sich gelassen.
* Agfa Dotrixx erreicht auf höchstem Niveau Fotoqualität mit
Hochleistungs-Inkjetsystemen für den Verpackungsbereich.
* Kodak Versamark kommt mit seinen High-Volumen-Inkjetsystemen in der
Geschwindigkeit an Rollenoffsetdruck heran.

Das heißt, wir müssen von erweiterten Möglichkeiten ausgehen, die die
Grenzen zwischen Druckindustrie und der sog. Bürokommunikation
aufheben.

Drei Stufen/Phasen bilden sich im Produktions- und
Dienstleistungsgeschäft mit Printmedien heraus:

1. Komplementärproduktion im Druck
Offset-, Flexo-, Tiefdruck produzieren Auflagendrucke, die über
Digitaldruck (Toner- oder Inkjet-basiert) individualsierte Eindrucke
erhalten können.

2. Konvergenz Print/Online
Online-Plattformen kombinieren die Funktionalität der
Internet-/Web-Technologie mit der des variablen Datendrucks.
Web-to-Print-Anwendungen sind ebenso möglich wie datenbankgestütztes
Publizieren z.B. von Katalogen oder Prospekten über Netzwerke.

3. Automatisierung der Printkommunikation (gemäß ACF-Modell)
Digitaldruck in Verbindung mit der Architektur der "Automated
Communication Factory" wird zur Königsdisziplin in der interaktiven
Kommunikation mit Printmedien. In rund einjähriger Arbeit des
DigitaldruckForum ACF-Expertenteams wurde das ACF-Modell entwickelt und
die Integration in die Unternehmenskommunikation aufgezeigt.

Klar ist: Die Stufen 1 und 2 bilden Übergangsformen für die nächsten 5
bis 10 Jahre. Das Geschäft der Zukunft liegt in der Verwirklichung von
ACF, das für kleine und große Unternehmen gleichermaßen Sinn macht. Das
Ziel lautet, eine absolut kundenorientierte Kommunikation durch
"digitale" Printmedien sicherstellen. Dass dies keine Utopie ist, hat
übrigens gerade HP Indigo im Verbund mit Infowerk AG Nürnberg und
Pharma-Gigant Pfizer gezeigt: eine neue interaktive Anwendung bringt
Augenärzte und ihre Kunden per individualisiert gedrucktem
Info-Newsletter zusammen.

* Interessenten können, sofern noch nicht geschehen, das ACF-Whitepaper
als PDF anfordern, ebenso das neue ACF-Strategiepapier von Dr. Richard
Schlupp, Chairman des ACF Expertenteams - E-Mail-Anfrage bitte senden
an

** Hinweis: Automatisierung der Printkommunikation wird eines der
Topthema beim DigitaldruckForum Congress 2004 am 18. März in Basel.
Anmeldungen sind möglich unter:
www.digitaldruck-forum.org/congress/

Mit freundlichen Grüßen
aus der Gutenbergstadt Mainz

Andreas Weber
Sprecher DigitaldruckForum

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