Newsletter

Sommer Corporate Media

Fallstudien

Das digitale Riesenposter

Der Bebelsplatz gehört zu den schönsten Plätzen in Berlin. Zwischen Staatsoper und dem Luxushotel de Rome gelegen ist dies auch der ideale Ort, um durch ein digitales Poster der Superlative die Aufmerksamkeit der Passanten zu erregen.

Marius Kley

Digitaldruck
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG machte in Berlin von sich reden. Im historischen Stadtkern kam es zu einem gelungenen Auftritt Franz Beckenbauers. Doch der Kaiser erschien nicht in Persona, sondern bestaunte auf einem digitalen Riesenposter Impulsstrahlen, die passend zum Energiekonzern den eigentlichen Clou der Werbung darstellten. Für die Animation der Impulsstrahlen wurde von der AF-FIX Werbegesellschaft mbH, welche diese Innovation realisiert hat, ein komplexes System aus LED-Elementen verwendet. Genau 2250 individuell steuerbare Pixel wurden beim „Video-Riesenp[OOH]ster“ 30 mal pro Sekunde angesteuert. Die Impulslichtlänge betrug 225 m2. Zum Einsatz kamen 440 Spezialleuchten mit einer Gesamtleistung von 26000 Watt. Bei dieser Anwendung handelt es sich also nicht um einen konventionellen Bildschirm, sondern um optimal auf die Formen des Motivs abgestimmte Elemente. Die Synchronisation erfolgt computergesteuert.

Eine Weltpremiere

Durch die 16,8 Millionen an darstellbaren Farben wurde die Kreation von Jung von Matt dem Vorbild des TV-Spots folgend visualisiert. Dazu wurde eine individuelle Steuerung verwendet, die sich innerhalb kurzer Zeit anpassen lässt. Die Lichtpunkte sind aufgrund der speziellen, textilen Backlit-Oberfläche des Posters nicht sichtbar; die Bildqualität ist hervorragend. Für die LED-Elemente wurde eine Befestigung entworfen, die es erlaubt, die LEDs schwebend hinter dem 420 m2 großen Video-Riesenposter zu platzieren. Eine nahtlose Verbindung sorgt für die Flexibilität, die benötigt wird, um die Elemente optimal an die Formen des EnBW-Motivs anzupassen. Damit die Ausleuchtung gleichmäßig erfolgen kann, wurden als Hintergrund des Motivs transparente Materialien verwendet. Zugleich wird dadurch gewährleistet, dass die Beleuchtung nicht zu hart wirkt.

Bei dem digitalen Riesenposter handelte es sich um eine wirkliche Weltpremiere. Für Werbemedien einer solchen Kategorie ist eine Toplage natürlich unabdingbar, um das Interesse möglichst vieler Passanten ansprechen zu können. Direkt am Portal der St. Hedwigs-Kathedrale stellte dies jedoch keine Schwierigkeit dar. Die Aufmerksamkeit, die das Poster auf sich zog, war beeindruckend und trägt sicherlich zum Erfolg der Werbekampagne des Energiekonzerns bei.