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Wachstumsschub für Digitaldruck

Punch Graphix will mit seinen Xeikon-Produkten im deutschen Digitaldruckmarkt eine neue Leistungs- und Serviceklasse definieren

Andreas Weber, 27. Dezember 2007

2007 war für den Digitaldruck ein sehr gutes Jahr. Die Zahl der installierten Drucksysteme ist kräftig hochgeschossen. Weltweit wurden über 40.000 Drucksysteme neu in Betrieb genommen, die mehr als 30 Seiten pro Minute produzieren. Gleichzeitig stieg das Volumenwachstum kräftig an. Gewinner sind dabei neben den Digitaldruck-Dienstleistern nicht nur die Big-Player wie z.B. Canon, HP, Konica Minolta, Océ oder Xerox, die ihre Kundenbasis kontinuierlich ausbauen konnten. Ein in Deutschland fast unsichtbar gewordener Digitaldruck-Pionier meldet sich zurück: Xeikon.

Siegfried Trinker, Punch Graphix
Siegfried Trinker, Punch Graphix
„Wir stellen bei unseren Kunden eine Vervielfachung der Druckvolumen fest. Damit greift unsere Strategie, maximale Produktivität in einer von uns definierten neuen Leistungsoberklasse zu garantieren“, erläuterte Siegfried Trinker, Chief Sales Officer bei Punch Graphix, gegenüber dem DigitaldruckForum und Value Magazin.

Zur Erinnerung: 2001/2002 Punch Graphix hatte Xeikon übernommen, eingegliedert und komplett neu ausgerichtet. Die Xeikon-Technologie vollzog zur drupa 2004 einen Quantensprung. Gleichzeitig wurde der Handels- auf Direktvertrieb umgestellt, um Kunden ganzheitlich und persönlich betreuen zu können. Ausnahme: In der Schweiz arbeitet Punch Graphix nach wie vor mit dem Fachhändler AM Digital zusammen. Digital-Front- und Backend-Technologie, Tonerentwicklung und Kundenservice liegen bei Xeikon in einer Hand. Dies erlaube, extrem gut und individuell auf Kundenwünsche einzugehen.

Dynamisches Wachstum

„Unsere Kundenbasis wächst in Europa sehr dynamisch, pro Jahr erreichen wir weltweit ca.150 Neuinstallationen unserer Hochleistungssysteme Xeikon 5000/6000“. Solche Systeme sind bei bis zu 160 A-4-Seiten pro Minute für Farbdruckvolumen von 3 bis 5 Millionen Drucken pro Monat ausgelegt. „Die Druckqualität und Produktivität nimmt es mit CMYK-Kleinformat-Offsetdrucksystemen leicht auf, und kann diese sogar übertreffen. Durch den flexiblen Einsatz variabler Daten steigt zudem die Wertschöpfung für unsere Kunden und deren Kunden dynamisch an“, so Trinker weiter. Viele Xeikon-Anwender lassen ihre Systeme rund um die Uhr produzieren. Dazu zählen Druckdienstleister ebenso wie Industrie- und Markenunternehmen, die auf ihr Portfolio abgestimmte Printkommunikationslösungen neu entwickeln – wie zum Beispiel die ING Bank in Brüssel.

Vertriebschef Trinker, seit Anfang 2006 im Amt, verordnete seinen Teams eine neue Strategie. Er setzt auf absolute Kunden- und Marktorientierung sowie eine Mischung von Fokussierung neuer Marktsegmente und Verbreiterung des Anwendungsspektrums. Neben Akzidenzen spielen vor allem der Transaktionsdruck, Direkt Mail, sogenannte Transferdrucke (z.B. für den Textil- oder Kunststoffbereich) und der Etikettendruck eine wichtige Rolle. Besonders erfolgreich ist Xeikon in Großbritannien, Holland, Belgien, Italien und Osteuropa (Schwerpunkt Polen).

Xeikon Gebäude
„In Deutschland haben wir ganz klar noch Aufholbedarf“, legt Siegfried Trinker dar und räumt offen Managementfehler ein, die hierzulande zu einer mangelhaften Fokussierung und Positionierung von Xeikon-Produkten führten. Dies soll nun rasch der Vergangenheit angehören. Einer Tatsache ist sich Trinker bewusst: „Der Digitaldruckmarkt in Deutschland hat noch starke Entwicklungsmöglichkeiten. Dies liegt vor allem an der starken Präsenz der klassischen Druckmaschinenhersteller, die in Deutschland ihren Hauptsitz haben.“ Erste Erfolge zeichnen sich aber bereits ab. Das Xeikon-Deutschland-Team wurde zum Jahresbeginn 2008 nach Köln verlegt, personell aufgestockt und wird kurzfristig mit einer neuen Führung versehen.

Credo: „Practice what you preach!“

Zudem will Punch Graphix auf dem deutschen Markt in die Kommunikationsoffensive gehen. „In unseren Schlüsselmärkten wie zum Beispiel Großbritannien sind wir vor allem dadurch erfolgreich, dass wir One-to-One-Marketing mit Digitaldruck für uns selbst einsetzen, um optimal mit Kunden und Interessenten zu kommunizieren“, so Siegfried Trinker weiter. Gegenüber Anbietern, die zu Großkonzernen gehören, sieht Trinker sein Unternehmen klar im Vorteil: Die Strukturen bei Punch Graphix seien schlank und effizient, Xeikon-Kunden würden extrem individuell bedient; dies gelte auch für den Dialog mit den Produktentwicklern oder für auf den Kunden abgestimmte Angebote bei der Investitionsplanung. Neben den üblichen Klick-Abrechnungsmodellen gibt es individuelle Varianten. Das Ziel laute, die Einstiegsschwelle in das Digitaldruck-Business möglichst niedrig zu halten und flexibel auf Kundenwünsche eingehen zu können, um Wachstum zu fördern.

Fazit: Zweifelsohne wird das gestärkte Engagement von Punch Graphix mit seinen Xeikon-Produkten in Deutschland Wirkung zeigen und den Markt beflügeln. Die Strategie, das Digitaldruck-Geschäft auf einer möglichst individuellen und persönlichen Basis anzugehen und als Win-Win zu begreifen, macht Sinn. „Customized Technology & Services“ für „Customized Printing Solutions“: das ist innovativ und passt, wenn man einen konservativen Markt wie Deutschland erfolgreich erobern will.

Weitere Infos:
www.xeikon.com

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